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        <title><![CDATA[My Blog]]></title>
        <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php]]></link>
        <description><![CDATA[My blog is my castle.]]></description>
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        <lastBuildDate><![CDATA[Thu, 21 Jun 2007 18:05:14 +0200]]></lastBuildDate>
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            <title><![CDATA[Rollator]]></title>
            <category><![CDATA[Gehhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Rollator ist die Bezeichnung für eine fahrbare Gehhilfe, welche Anfang der 1980er Jahre in Schweden erfunden wurde.<br /><br />Inhalt:<br />1. Aufbau und Funktion<br />2. Gesetzliche Einordnung und Normen<br />3. Ergebnisse Stiftung Warentest<br />1. Aufbau und Funktion<br />Der Rollator besteht meist aus einem Metall-Rahmen mit vier Rädern an den unteren Rahmenteilen und zwei Handgriffen an den oberen Rahmenenden. Die Bodenberührungspunkte der Räder sind in Form eines regelmäßigen Vierecks oder eines Trapezes angeordnet. Der Rollator dient gehbehinderten oder körperlich schwachen Personen als fortwährende Stütze beim Gehen. Im Unterschied zum Gehstock oder zu Unterarmgehstützen muß diese Gehhilfe zu keinem Zeitpunkt vom Boden abgehoben werden. Zur Gewährleistung der Sicherheit sollten Rollatoren mit feststellbaren Bremsen ausgestattet sein. Als Zubehörteile können Drahtkörbe, Sitzflächen, Tabletts, Stockhalter und Rückenlehnen vorkommen.<br />Dem Rollator ähnlich sind Delta-Gehräder oder Dreirad-Gehräder, die mit Aufstandspunkten in Dreieck-Form jedoch weniger stabil, dafür aber beweglicher sind. Ebenfalls dem Rollator ähnlich sind als Gehwagen bezeichnete rollende Stützgestelle für den Innen- bzw. Wohnbereich. Sie sind oft weniger robust gebaut und haben oft kleinere und schmalere Räder. Stützhilfen mit der Bezeichnung Gehgestell haben in der Regel keine Räder.<br /><br /><br />2. Gesetzliche Einordnung und Normen<br />Der Rollator ist ein anerkanntes Hilfsmittel der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Im Hilfsmittelverzeichnis der GKV ist der Rollator in der Produktgruppe 10.50.04 definiert.<br />Für das Produkt Rollator gibt es eine gültige Europäische Norm EN ISO 11199 Teil 2 vom September 1999. Eine neue, erweiterte und überarbeitete Fassung gilt ab Oktober 2005. Die deutsche Fassung dieser Norm trägt die Bezeichnung "DIN EN ISO 11199 Teil 2".<br /><br /><br />3. Ergebnisse Stiftung Warentest<br />Rollatoren in test, Stiftung Warentest, Berlin, Nr. 9/2005, ISSN 0040-3946 <br /><br /><br />Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Rollator"]]></description>
            <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php?id=25]]></link>
        </item>
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            <title><![CDATA[Unterarmstütze]]></title>
            <category><![CDATA[Gehhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Eine Unterarmgehstütze (Krücke) ist eine Gehhilfe, die aus einem metallenen Stützrohr mit Handgriff und zusätzlich einer höhergelegenen Manschette besteht, der sich der Unterarm abstützen kann.<br /><br />Neben der einfachen Grundform gibt es Variationen nach der Form der Manschette, den Handgriffen oder der Form des Stützrohres, wie etwa Arthritisstützen oder die "physiologische Gehhilfe". Diese hat ein Stützrohr, das im Unterarm-/Hand-Bereich wie ein liegendes „S“ gebogen ist. Der Handgriff ist dabei nicht wie üblich an das Stützrohr angesetzt sondern befindet sich im horizontalen Bereich der "S"-Biegung. Es wird angegeben, diese Anfertigung lasse sich ohne Handschluss mit geringerem Bewegungsaufwand vorsetzen. Das Design bewirke die Ableitung des Lasteintrags nach EU-Norm DIN ISO 11334-1 zu etwa der Hälfte auf die Armspange, so dass Hand- und Schultermuskulatur deutlich entlastet würden.<br /><br />Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Unterarmstütze"]]></description>
            <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php?id=24]]></link>
        </item>
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            <title><![CDATA[Gebärdensprache]]></title>
            <category><![CDATA[Hörhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Als Gebärdensprache bezeichnet man eine eigenständige, visuell wahrnehmbare Natürliche Sprache, die insbesondere von gehörlosen und stark schwerhörigen Menschen zur Kommunikation genutzt wird.<br />Gebärdensprache besteht aus kombinierten Zeichen (Gebärden), die vor allem mit den Händen, in Verbindung mit Mimik und Mundbild (lautlos gesprochene Wörter oder Silben) und zudem im Kontext mit der Körperhaltung gebildet werden. Bei der taktilen Gebärdensprache für blinde Gehörlose werden die Gebärden gefühlt. Dazu nimmt der Sprecher oder Dolmetscher die Hände seines Gegenübers in seine eigenen.<br /><br />Inhaltsverzeichnis <br />1. Eigenständige Sprache und Verhältnis zur Lautsprache <br />2. Gebärdensprachkurse <br />3. Gebärdensprachdolmetscher <br />4. Gebärdenschrift <br />5. Manuelle Kodierungssysteme für die deutsche Sprache<br />1. Eigenständige Sprache und Verhältnis zur Lautsprache<br />Gebärdensprachen sind wissenschaftlich als eigenständige und vollwertige Sprachen anerkannt. Sie haben eigene grammatische Strukturen, die sich von der Lautsprache des jeweiligen Landes grundlegend unterscheiden. Daher lässt sich Gebärdensprache nicht Wort für Wort in Lautsprache umsetzen. Ein bemerkenswerter Unterschied zu Lautsprache ist, dass mit Gebärdensprache mehrere Informationen parallel übertragen werden können, z.B. mit der Gebärde „fährt über eine Brücke“, während Lautsprache hier gezwungenermaßen sequentiell (mit aufeinanderfolgenden Informationen) arbeiten muss. Dieses häufig als "Inkorporation" bezeichnete (in neueren Forschungsansätzen jedoch zur Flexion gezählte) Konzept ist ein wichtiges Element der Gebärdensprache.<br />Gebärdensprachen unterscheiden sich von Land zu Land. So gibt es im deutschsprachigen Raum die Deutsche Gebärdensprache (DGS), die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) wie auch die Deutschschweizer Gebärdensprache (DSGS). Letztere zum Beispiel ist wiederum in fünf verschiedene Dialekten unterteilt (Zürcher, Berner, Luzerner, Basler und St. Galler Dialekt). Unter diesen kann es wiederum auch regionale Unterschiede geben. Im Graubünden zum Beispiel erkennt man Gebärden aus dem Zürcher wie auch aus dem St. Galler Dialekt. Die verbreitetste Gebärdensprache dürfte die American Sign Language (ASL) sein. Die Gebärdensprachen sind sich jedoch untereinander häufig ähnlicher als die verschiedenen Lautsprachen. Auf internationalen Veranstaltungen kommt zunehmend die sogenannte internationale Gebärdensprache zum Einsatz. Diese im Entstehen begriffene Gebärdensprache entwickelt sich durch Konvention aus Gebärden verschiedenen länderspezifischer Gebärden nach pragmatischen Aspekten.<br />Gehörlose Kinder mit Gebärdensprach-Kompetenz sind – wie viele Fälle zeigen – in der Lage, die Schriftform der jeweiligen Lautsprache als Zweitsprache zu erwerben. Gehörlose Kinder, denen die Gebärdensprache verwehrt wird, erreichen durch diese Maßnahme nicht automatisch eine Kompetenz in der Schrift- oder Lautsprache ihrer Umgebung. Sie können teils auch später in der Gebärdensprache keine muttersprachliche Kompetenz erwerben und daher ein Leben lang „spracharm“ bleiben. In Anerkennung dieser Sachlage gab und gibt es weltweit Anstrengungen, die Gebärdensprachen gesetzlich zu verankern. So ist seit 2005 die Neuseeländische Gebärdensprache (NZSL) neben Englisch und Māori die offizielle Amtssprache Neuseelands. Seit dem 27. Februar 2005 ist im Schweizer Kanton Zürich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt. Das österreichische Parlament nahm im Juli 2005 die Gebärdensprache als anerkannte Minderheitensprache in die Bundesverfassung (Art. 8, Abs. 3) auf.<br /><br /><br />2. Gebärdensprachkurse<br />Das Erlernen einer Gebärdensprache ist auch für hörende Menschen möglich (z.B. über Volkshochschulen oder Gebärdensprachkurse) und vom Aufwand und Umfang her mit dem Erlernen einer Fremdsprache vergleichbar.<br /><br /><br />3. Gebärdensprachdolmetscher<br />Gebärdensprachdolmetscher (nicht: Gebärdendolmetscher) dolmetschen zwischen Personen, die jeweils nur in Lautsprache oder Gebärdensprache hinreichend geübt sind, z.B. bei Veranstaltungen oder Konferenzen, auf denen eine der beiden Sprachen die Mehrheitssprache ist. Spätestens seit 2002 ist mit Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) der Anspruch gehörloser Menschen auf Gebärdensprachdolmetschdienst (insbesondere bei Behörden, Polizei und Gericht, aber auch am Arbeitsplatz) gesetzlich geregelt.<br />Ausbildungen zum Gebärdensprachdolmetscher werden als Vollzeitstudium, etwa an der Universität Hamburg, an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH), an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH) oder als berufsbegleitende Weiterbildung, beispielsweise an der Fachhochschule Frankfurt, angeboten. Ab Ende 2006 ist ein qualifizierter Abschluss als Gebärdensprachdolmetscher in vielen Bereichen erforderlich. Eine staatliche Prüfung bieten das Amt für Lehrerbildung in Darmstadt und das Gehörlosen Institut Bayern (GIB) in Nürnberg an. Die akademischen Diplome der Universitäten und Fachhochschulen werden der staatlichen Prüfung gleichgestellt.<br />Umfangreiche Informationen zum Berufsbild bietet die Website "dgsd.de - Informationen zum Gebärdensprachdolmetschen".<br />Der Bundesverband der GebärdensprachdolmetscherInnen Deutschlands (BGSD) e.V. ist die berufsständische Vertretung der in Deutschland organisierten Gebärdensprachdolmetscher und -dolmetscherinnen.<br />In der Schweiz gibt es nur die HfH (Hochschule für Heilpädagogik, Zürich) die Gebärdensprachdolmetscher in Deutschschweizer Gebärdensprache ausbildet.<br /><br /><br />4. Gebärdenschrift<br />Gebärdensprache hat sich bisher nicht für den Alltagsgebrauch zuverlässig verschriftlichen lassen, obwohl es bereits mehrere Ansätze dazu gibt. Für wissenschaftliche Forschungen existieren jedoch „Notationssysteme“ wie z. B. das HamNoSys (Hamburger Notationssystem); sie arbeiten z. B. mit der Zerlegung jeder Gebärde in Handform, Handstellung, Körperbereich, Bewegungsausführung etc. und der jeweils entsprechenden Darstellung. In der Praxis findet auch die so bezeichnete Gebärdenschrift [1] am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in Osnabrück Anwendung. Sie wird mit Erfolg ab der ersten Klasse eingesetzt.<br /><br /><br />5. Manuelle Kodierungssysteme für die deutsche Sprache<br />Von der Gebärdensprache abzugrenzen sind die sogenannten manuell-visuellen Kodierungssysteme der deutschen Sprache:<br />Fingeralphabet, <br />Lautsprachbegleitende Gebärden (LBG) oder gebärdetes Deutsch, <br />Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG),<br />Gebärdenunterstützte Kommunikation (GuK).<br /><br /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geb">http://de.wikipedia.org/wiki/Geb</a><br />ärdensprache]]></description>
            <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php?id=23]]></link>
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            <title><![CDATA[Hörgerät]]></title>
            <category><![CDATA[Hörhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Ein Hörgerät dient dazu, Hörverluste bei Schwerhörigen auszugleichen. Es ist ein sehr wichtiges Hilfsmittel zur sozialen Eingliederung von Hörbehinderten. An Hörgeräte dürfen aber auch nicht zu hohe Erwartungen gestellt werden: einerseits fühlt sich nur ein Mensch, der "von Natur aus" gut hört, auch in Gruppensituationen wohl; und Hörgeräte können, trotz laufender Verbesserung der Technik, das ursprüngliche Hörvermögen nicht wieder herstellen.<br />Die Wechselwirkungen zwischen der Hörgerätetechnik und dem Höreindruck sind ein Arbeitsfeld der Audiologie. Die Auswahl, Anpassung und Einstellung von Hörgeräten ist Aufgabe von Hörgeräteakustikern.<br /><br />Inhaltsverzeichnis <br />1. Typen <br />1.1. Hinter-dem-Ohr-Geräte <br />1.2. Im Ohr Geräte <br />1.3. Taschenhörgeräte <br />1.4. Hörbrille <br />1.5. Knochenleitungshörgeräte <br />2. Technik <br />2.1. Digitale Hörgeräte <br />2.2. Digital-Programmierbare Analog-Hörgeräte <br />2.3. Volldigitale Hörgeräte mit Trimmern <br />2.4. Analoge Hörgeräte <br />3. Kostenübernahme <br />4. Anpassung<br />1. Typen<br /><br />1.1. Hinter-dem-Ohr-Geräte<br />Diese Hörgeräte werden "Hinter dem Ohr" getragen, dafür wird neben dem Hörgerät noch eine nach Maß angefertigte Otoplastik (Ohrpassstück) mit einem Schallschlauch benötigt. HdO-Geräte sind in der Lage Hörschäden am Vielfältigsten zu versorgen. Da bei HdO-Geräten mehr Platz für die Elektronik zur Verfügung steht, können bei diesen Geräten vielfältige technische Optionen sowie hohe Verstärkungsleistungen realisiert werden.<br />Bei starken Hörschäden wird durch den großen Abstand vom Hörgerätemikrofon zum Schallaustritt nahe am Trommelfell eine höhere Verstärkung möglich, da sich dadurch die Rückkopplungsanfälligkeit verringert. Die akustische Rückkopplung führt zu einem lästigen Pfeifen, das bei nicht passendem Ohrpassstück auftritt oder bei schlecht angepassten Geräten auch schon geschehen kann, wenn der Hörgeräteträger mit dem Hörgerät einer Wand zugewendet ist.<br />Bei leichten Hörschäden besteht die Möglichkeit, den Gehörgang möglichst offen zu halten. Dies wird erreicht, indem die Otoplastik mit einer Belüftungsbohrung (Venting) versehen wird, die einen Druckausgleich möglich macht. Je nach Verstärkungsbedarf können unterschiedliche Durchmesser zur Anwendung kommen, da aufgrund der individuellen Rückkopplungsneigung Zugeständnisse an den Durchmesser der Bohrung eingegangen werden müssen.<br />Für den Träger entsteht dadurch generell ein angenehmeres Hörgefühl, da bei größeren Durchmessern der selbst erzeugte Körperschall, der sogenannte "osteo-tympanale Knochenschall", nicht mehr an der dem Trommelfell zugewandten Seite der Otoplastik reflektiert wird. Durch diese Reflexionen entsteht ein unangenehmes dumpfes Hörgefühl, da eben dieser tieffrequente Körperschall nicht über den offenen Gehörgang "abfließen" kann und somit verstärkt wird. Hierzu zählen der Grundton der eigenen Stimme sowie Kau- und Schluckgeräusche.<br />In den letzten Jahren ist diese "offene Versorgung" durch Einführung spezieller Mini-HdO-Geräte mit extrem kleiner Schlauchhalterung groß in Mode gekommen. Diese Spezialgeräte ermöglichen neben der erwähnten Offenheit auch eine besonders unauffällige kosmetische Hörgeräteversorgung. Aufgrund von Schallreflexionen bei besonders gekrümmten Gehörgängen ist jedoch auch hier - trotz digitaler Rückkopplungs-Manager - in manchen Fällen eine rückkopplungsfreie Anpassung nicht möglich, weshalb dann die Anfertigung einer Maßotoplastik mit definierter Zusatzbohrung sinnvoll erscheint.<br /><br />1.2. Im Ohr Geräte<br />Diese Hörgeräte werden "In dem Ohr" getragen. Die Elektronik des Hörgerätes ist dabei in eine individuell angefertigte Hohlschale eingearbeitet und wird in den Gehörgang eingeführt. IdO-Hörgeräte können im Gegensatz zu HdO-Geräten die anatomischen Vorteile des Außenohres nutzen .<br />Im-Ohr-Hörsysteme werden in folgende Unterarten gegliedert:<br />ITE: "In-The-Ear" Das Gehäuse des Hörsystems füllt die Ohrmuschel (Concha) vollständig aus. Das System ist deutlich zu sehen. Aus kosmetischen Gründen kann die Oberfläche auch der Hautfarbe angepasst werden und/oder mit feinen Äderchen versehen werden.<br />ITC: "In-The-Canal" Das Gehäuse des Hörsystems schließt mit dem vorderen Knubbel (Tragus) am Gehörgang ab. Die Ohrmuschel bleibt frei. Das System ist fast nicht zu sehen.<br />CIC: "Complete-In-Canal" Das Gehäuse endet innerhalb des Gehörganges und ist dadurch von außen kaum zu sehen. Diese Geräte haben meist einen Nylonzugfaden um das System wieder aus dem Gehörgang ziehen zu können. Dies ist die kosmetisch unauffälligste Bauart.<br /><br />1.3. Taschenhörgeräte<br />Eine heutzutage kaum noch verwendete Bauart sind Taschenhörgeräte. Diese wurden in den 50er und 60er Jahren noch häufig genutzt, durch die Miniaturisierung der Bauteile wurden sie von den HdO- und IdO-Geräten vom Hörgerätemarkt verdrängt. Heute finden diese Geräte selten noch bei Menschen mit an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit oder Resthörigkeit Anwendung. Bei einem Taschengerät ist der Hörer an der Otoplastik angebracht. Dieser wird über ein dünnes Kabel mit dem Hörgerät verbunden. Ein Problem bei Taschengeräten ist das Rascheln der Kleidung am Gerät (Körperschall am Mikrofon).<br /><br />1.4. Hörbrille<br />Eine Hörbrille ist eine Brille, in deren dicken Bügeln Hörgeräte untergebracht sind. Hinten am Bügel befinden sich Otoplastik und Batteriefach.<br /><br />1.5. Knochenleitungshörgeräte<br />Bei besonderen Erkrankungen des Ohres wird auf Knochenleitungshörsysteme zurückgegriffen. (Ein Extremfall wäre z.B. ein nicht vorhandener Gehörgang bei ansonsten normalem Aufbau des Gehöres.) Ein Knochenleitungshörgerät wandelt Schallsignale in Vibrationsschwingungen um. Der Hörer dieser Geräte, überträgt diese Vibrationen auf den Knochen hinter dem Ohr (Mastoid). Über den Schädelknochen wird das gesamte Mittel- und Innenohr in Schwingung versetzt und der Schwerhörige kann diese Schwingungen als gehörte Informationen wahrnehmen. Üblicherweise werden Knochenleitungshörgeräte in Brillenbügeln eingebaut. Ferner gibt es die Möglichkeit ein Taschenhörgerät mit einem Knochenleitungshörer zu tragen, der an einem Kopfbügel oder Stirnband befestigt wird. Eine weitere Variante der Knochenleitungshörgeräte sind knochenverankerte Geräte. Der HNO-Arzt implantiert hierbei eine Titanschraube im Schädelknochen. Das Hörgerät wird auf dieser Schraube befestigt (BAHA = Bone Anchored Hearing Aid).<br /><br /><br />2. Technik<br />Generell besteht jedes Hörgerät aus einem Mikrofon, einem analogen oder digitalen Verstärker und schließlich einem "Lautsprecher", welcher über einen Schlauch bzw. ein Röhrchen die Schallsignale an das Ohr übermittelt.<br />Die Stromversorgung der Geräte erfolgt über Knopfzellen-Batterien. Eine solche Knopfzelle hält - abhängig von der eingebauten Elektronik und der benötigten Verstärkung - etwa 3 Tage bis vier Wochen. Viele Hörbehinderte tragen ihre Hörgeräte auch in der Nacht, um etwa auf Geräusche reagieren zu können.<br />Technische Problemfelder bei Hörgeräten sind vor allem das Richtungshören und das Benutzen von Telefonen in Verbindung mit Hörgeräten.<br />Das Richtungshören konnte vor allem durch die Kombination mehrerer Richtmikrofone verbessert werden. Dabei fängt mindestens ein Mikrofon Geräusche von vorn auf und mindestens ein weiteres Mikrofon Geräusche von hinten. Die Verstärkerschaltung im Hörgerät kann dadurch erkennen, woher Geräusche kommen und (Umgebungs-)Geräusche von hinten gezielt dämpfen, während Geräusche von vorn verstärkt werden.<br />Um das Telefonieren zu erleichtern haben viele Hörgeräte eine Telefonspule eingebaut. Seit 2005 gibt es auch Bluetooth-Adapter für Hörgeräte, wodurch das Telefonieren mit Bluetoothfähigen (Mobil-)Telefonen erleichtert werden kann.<br /><br />2.1. Digitale Hörgeräte<br />Die Signalverarbeitung und die Einstellung des Hörgerätes erfolgen ausschließlich digital.<br />Die digitale Technik benutzt Fourierfilter und besitzt in der einfachsten Variante 80 Frequenzkanäle, bei denen Amplitude und Phase eingestellt werden können. So ist es möglich, den kombinierten Frequenzgang von Hörverlust, Mikrofon, Lautsprecher und Rückkopplung auszumessen und exakt zu kompensieren. 1 Megabyte on chip Flash Speicher ist Stand der Technik und erlaubt 1000 Hörprogramme. Wie bei analogen Geräten kann die Lautstärke manuell verstellt werden, zusätzlich kann dabei der Frequenzgang geändert werden. Digitale Technik erlaubt ohne Mehrkosten eine freie Belegung von Tasten und "Morse-Codes" mit Bedeutungen, und es erlaubt eine freie Wahl und Belegung von Tonsignalen mit Bedeutungen z.B. Batterie-Ladungs-Warntöne.<br />Hochoptimierte integrierte Schaltkreise in CMOS Technologie und niedrige Betriebsspannungen erlauben lange Batterie-Laufzeiten.<br />Andere digitale Hörgeräte sind mit Funktechnologie ausgestattet, mit der bei einer beidohrigen (binauralen) Versorgung beide Hörgeräte miteinander kommunizieren und sich synchron abstimmen. Somit ist dann sichergestellt, dass beide Geräte immer gleich eingestellt sind, wenn z. B. auf einer Seite das Hörprogramm gewechselt oder die Lautstärke variiert wird.<br />Die Leistung der Digitaltechnik steigt stetig, und so werden inzwischen sogenannte nichtlineare Techniken angewendet:<br />Eine Schädigung des Resthörvermögens wird wie folgt verhindert: Bei einer lauten Umgebung wird die Verstärkung automatisch zurückgefahren ("AGC-Schaltung"). Verschiedene Schaltungen überwachen den eingehenden und den aus dem Hörgeräteverstärker ausgehenden Pegel und regeln ab einer gewissen (vom Akustiker einstellbaren) Regelschwelle die Verstärkung oder den Ausgangspegel zurück. Dies ist erforderlich, da das hörgeschädigte Innenohr fast immer lautheitsempfindlich ist (sog. Recruitment). Die Rückkopplungs-Kompensation kann sich automatisch einer wechselnden Kopfbedeckung anpassen. Auch wenn eine Hörgerät nie weiß, ob das Signal, welches am Mikrofon ankommt, von einer fremden Schallquelle, oder vom eigenen Lautsprecher, ist es sicher besser anzunehmen, dass ein endlicher Teil vom Lautsprecher stammt.<br />Die Psychoakustik zeigt, dass niederfrequente Töne höherfrequente Töne überlagern und dass das Innenohr eine kontinuierliches Spektrum in ein Linienspektrum mit Linien gewisser Breite zerlegt. Damit funktioniert es ähnlich einem Radio, welches die verschiedenen Frequenzen verschiedenen Sendern zuordnet. Eine Schallquelle die nur eine Frequenz aussendet, klingt wie Piepen (wie Tinnitus). Auch wenn wir hauptsächlich von anderen Schallquellen umgeben sind, funktioniert dieses Prinzip so gut, dass es auch in "voll-digitalen" Hörgeräten genutzt wird.<br />Um eine Schallquelle zu orten, braucht man mindestens zwei Mikrofone und ermittelt die relative Phase des Schalls. Da eine breitbandige Funkverbindung durch den Kopf des Trägers zu viel Strom kostet, besitzen alle digitalen Hörgeräte zwei Mikrofone pro Gerät. Beim menschlichen Ohr führt die Phase zu Inteferenzeffekten in der Ohrmuschel und am Kopf. Das Innenohr mißt dann nur noch die Amplituden. Bei Hörgeräten geht die Phase nicht verloren.<br />Der Hörnerv und fortschrittliche Hörgeräte erkennen Rauschen und Windgeräusche an dem breiten, kontrastarmen Spektrum, und fahren die Verstärkung herunter. Musik, insbesondere klassische Musik, ist quasi das Gegenteil von Rauschen und enthält scharfe Spitzen im Frequenzspektrum, und ein Programm mit einem linearen Frequenzgang, viel Dynamik und omnidirektionalen Empfang wird gewählt. Sprache wird am Dynamik-Umfang im Sekundenbereich erkannt, und ein Hör-Programm mit unterdrückten Bässen, starker Dynamik-Kompression und Ausrichtung auf den Sprecher - oder bei mehreren Sprechern auf den Sprecher vor einem - wird gewählt. Falls die Frequenzbereiche nicht überlappen, können die drei Hörprogramme gleichzeitig laufen. So kann z.B. ein dumpfes Maschinenbrummen unterdrückt werden, der Musik eines Saxophons gelauscht werden und der Text einer Sopransängerin verstanden werden.<br /><br />2.2. Digital-Programmierbare Analog-Hörgeräte<br />Die Signalverarbeitung ist analog, lediglich die Einstellung des Hörgerätes findet digital (in der Regel über eine Programmierschnittstelle mit einem PC, in Einzelfällen mit herstellerspezifischen Programmiergeräten) statt. Diese Technik erlaubt auch die Verwendung von Richtmikrofon, automatischer oder manueller Lautstärke-Regelung, automatische oder manuelle Hörprogrammwahl, Fernbedienung, u.a. Der Hauptvorteil dieser Technologie gegenüber den analogen Hörgeräten ist es, dass sich eine theoretisch unbegrenzte Anzahl von virtuellen Stellern in dem System unterbringen lassen. Damit wird die Anpassgenauigkeit an den individuellen Hörverlust des Trägers erhöht. Mit dieser Technik konnten Anfang der neunziger Jahre erstmals mehrere – voneinander getrennte - Verstärkerkanäle auf einer übersichtlichen Plattform eingestellt werden. Funktionen wie Störlärmerkennung und Auslöschung oder Spracherkennung sind damit aber noch nicht möglich. - Da die Entwicklung volldigitaler Hörgeräte mit unterschiedlich vielen Leistungsmerkmalen in verschiedenen Preiskategorien immer weiter fortschreitet, verlieren digital-programmierbare Hörgeräteverstärker heute zusehends an Bedeutung.<br /><br />2.3. Volldigitale Hörgeräte mit Trimmern<br />Diese speziell in der unteren Mittelklasse befindlichen Hörgeräte besitzen eine volldigitale Signalverarbeitung. Jedoch erfolgen Frequenz- und Dynamikanpassung nicht über den PC, sondern - wie bei reinen Analog-Geräten - über Trimmer (Potentiometer-Schrauben) im Gerät. Hierdurch ist eine computerunabhängige Einstellung des Hörgerätes an jedem Ort möglich. Bei diesen Geräten sind meist eine passive Tieftonblende und eine Ausgangsbegrenzung als Trimmer vorhanden. (Aufgrund der Gehäusegröße können maximal vier Trimmer angeordnet werden. Vergleichsweise sind bei programmierbaren Digitalgeräten bis zu mehrere hundert Button-Funktionen in der Software enthalten.) Störschallunterdrückungs- oder Musikerkennungs-Algorithmen sind bei diesen digitalen Hörgeräteverstärkern nicht realisiert.<br /><br />2.4. Analoge Hörgeräte<br />Die Signalverarbeitung und die Einstellung des Hörgerätes sind analog. D.h. die Einstellung wird meist mit einem Miniatur-Schraubendreher vorgenommen. Auch hier gibt es Merkmale wie Richtmikrofone, automatische oder manuelle Lautstärke-Regelung. Eine Sprach- oder Störgeräuscherkennung sind aber nicht möglich. Bereits heute haben etliche Hersteller die Produktion analoger Hörgeräte aufgegeben. Sie werden in gleicher Preislage zusehends durch die digitalen Trimmergeräte ersetzt.<br />Einige Hörgeräte sind mit einem Funkempfänger für die sogenannte FM-Anlage ausgerüstet. Ein tragbarer Sender mit ansteckbarem Mikrofon kann zum Beispiel dem Lehrer oder dem Gesprächspartner übergeben werden, um auch bei lärmiger Umgebung oder bei schlechter Akustik im Hörsaal/Unterrichtsraum den Worten folgen zu können.<br /><br /><br />3. Kostenübernahme<br />Digitale Hörgeräte werden mehr und mehr zum Standard, aber Hörgeräte sind und bleiben wohl für absehbare Zeit teuer. Die gesetzlichen Krankenversicherungen beteiligen sich an den Kosten für Hörgeräte mit einem Festbetrag (Seit dem 1. Januar 2005 bundesweit einheitlich 421,28 Euro pro Gerät, in Österreich 852 Euro), sodass die hochwertigeren digitalen Hörgeräte nur über einen sehr hohen Eigenanteil von oft mehreren 1000 Euro erworben werden können. In der Schweiz etwa übernimmt die Invalidenversicherung (IV) die Kosten für Hörgeräte, allerdings nur nach gesundheitlichen und sozialen Abklärungen. Die IV bezahlt auch die laufenden Beratungstermine und Anpassungen der HörgeräteakustikerIn.<br />In Deutschland können neben den Krankenkassen auch andere Einrichtungen die Kosten für Hörgeräte ganz (oder teilweise) übernehmen. Für berufstätige Menschen können öffentliche Träger wie Arbeitsamt, Rentenversicherungsanstalt oder Landeswohlfahrtsverbände ein Hörgerät als Arbeitshilfsmittel bzw. zum Erhalt der Arbeitskraft und Teilhabe am Berufsleben finanzieren.<br /><br /><br />4. Anpassung<br />Jeder Mensch ist individuell und hat deshalb auch individuelle Hör-Bedürfnisse. Somit muss eine genaue Analyse der Ursache der Schwerhörigkeit durch die HNO-fachärztliche Untersuchung zum Ausschluß z.B. tumoröser Prozesse (Cholesteatome, Hörnervtumore) vorgenommen werden, führt die ärztliche Untersuchung zu der Indikation eines Hörgerätes wird der Patient entweder über den verkürzten Versorgungsweg in der HNO-Praxis oder bei einem Hörgeräteakustiker weiter beraten, damit dem Betroffenen die erforderlichen Komfortmerkmale, unter Berücksichtigung des täglichen Lebens und der Umwelt des Anwenders, vorgeschlagen werden können. Unvermeidlich sind auch genaue Hörtests bzw. Audiogramme, welche je nach dem in HNO-Praxen oder HNO-Kliniken durchgeführt werden.<br />Die Anpassung eines Hörgerätes erfolgt durch einen Hörgeräteakustiker oder den die Indikation zur Hörgeräteversorgung stellenden HNO-Arzt. Man muß die Anpassung bei Erwachsenen von der von Kleinkindern und Kindern unterscheiden. Während Erwachsene Rückmeldungen über ihren Höreindruck geben können, muß bei Kindern auf kleinste Verhaltens- und Bewegungsreaktionen geachtet werden. Durch die Erstellung eines Audiogramms wird die Hörleistung des Patienten ohne Hörgerät und mit Hörgerät (Aufblähkurve bei Kindern, Freifeld-Sprachtest bei Erwachsenen) festgehalten. Es bildet den Ausgangspunkt für die Auswahl des Hörgerätetyps und die Einstellung des Hörgerätes. Für die Voreinstellung der Hörgeräte lassen sich aus dem Ton- und dem Sprachaudiogramm mittels verschiedener Rechenformeln grobe Richtwerte für frequenzabhängige und pegelabhängige Verstärkung und für den maximalen Ausgangsschalldruckpegel ermitteln (sog. Frequenzanpassung und Dynamikanpassung). Allerdings sind diese Werte nur als Grundeinstellung zu betrachten, da dem subjektiven Hörgefühl des Hörgeräteträgers Vorrang gewährt werden muss. - Als weitere Kontrollinstrumente verfügt der Hörgeräteakustiker noch über eine Messbox (mit verschiedenen Kupplern, die das Gehörgangsvolumen simulieren), die akustische Messungen an Hörgeräten durchführen kann; ferner gibt es eine sog. In-Situ-Messanlage, die mittels eines winzigen Schlauches eine "Vor-Ort"-Pegelmessung im Gehörgang vor dem Trommelfell des Hörgeräteträgers erlaubt. Dies ist aufgrund verschiedener Gehörgangs-Volumina und unterschiedlicher Otoplastiken, die erhebliche frequenzabhängige Pegeländerungen hervorrufen, erforderlich.<br />Bei Kindern erfolgt die Anpassung im Freifeld mit der sogenannten Spielaudiometrie. Für Kinder bis ca. 14 Jahre sind nur HdO-Geräte geeignet, da ihr Gehörgang noch wächst. Die Kinder brauchen regelmäßig neue Ohrpassstücke, um ein Abdichten des wachsenden Gehörgangs zu gewährleisten. Die Kinder-Otoplastiken werden vorwiegend aus weichen Materialien gefertigt. Ein Herausfallen der Hörgeräte bei raschen Körperbewegungen (z. B. beim Herumtoben) ist mit weichen Materialien unwahrscheinlicher, da weiche Otoplastiken "anschmiegsamer" sind.<br /><br />Von: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hörhilfen">http://de.wikipedia.org/wiki/Hörhilfen</a>]]></description>
            <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php?id=22]]></link>
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            <title><![CDATA[Implantierbares Hörgerät]]></title>
            <category><![CDATA[Hörhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Implantierbare Hörgeräte sind Hörhilfen, die den ankommenden (Luft-)Schall verstärken und die verstärkten Schallschwingungen entweder über einen ins Mittelohr implantierten Wandler direkt auf die Gehörknöchelchenkette weitergeben oder mittels einer im Knochen verankerten Schraube auf den Schädelknochen und auf diesem Weg ins Innenohr übertragen . Dabei kommen elektromagnetische oder piezoelektrische Wandler zur Anwendung. Konventionelle Hörgeräte dagegen geben den verstärkten Schall über einen winzigen Lautsprecher wieder an die Luft (im Gehörgang) ab.<br /><br />Zu den implantierbaren Hörgeräten zählen sowohl das knochenverankerte Hörgerät als auch die Mittelohrimplantate. Bei den Mittelohrimplantaten unterscheidet man zwischen vollimplantierbaren und teilimplantierbaren Systemen.<br /><br />Bei den teilimplantierbaren Systemen wird der Wandler in den Warzenfortsatz eingebaut und mechanisch mit der Gehörknöchelchenkette verbunden. Durch die direkte Ansteuerung der Gehörknöchelchen entstehen weniger Verzerrungen. Zusätzlich haben beide Arten von Wandlern einen sehr geringen Energieverbrauch. Die Schallaufnahme bei allen teilimplantierbaren Geräten erfolgt über ein Mikrofon, das zusammen mit der Elektronik außen am Kopf getragen wird.<br /><br />Zurzeit ist nur ein vollimplantierbares System auf dem europäischen Markt erhältlich. Dieses System kommt ohne ein herkömmliches Mikrofon aus. Statt die Schallenergie außen am Ohr über ein Mikrofon aufzunehmen, registriert ein Piezo-Wandler im Mittelohr die Vibationen des Trommelfells. Es entfallen die typischen Nachteile von Mikrofonen wie Windgeräusche und Feuchtigkeitsempfindlichkeit. Zusätzlich wird der Schall dort aufgenommen, wo er beim Normalhörenden auch aufgenommen wird: am Trommelfell. Die physiologische Hörcharakteristik der Ohrmuschel kann dadurch voll ausgenutzt werden.<br /><br />Im Vergleich zu konventionellen Hörgeräten haben implantierbare Hörgeräte den Vorteil einer Verringerung der Klangverzerrung und damit einer Verbesserung der Klangqualität und Spracherkennung.<br /><br />Inhaltsverzeichnis <br />1 Indikation <br />2 Risiko der Operation <br />3 Kosten <br />4 Erfolge <br /> <br /><br /><br /> Indikation: Implantierbare Hörgeräte werden derzeit dann eingesetzt, wenn mit gewöhnlichen Hörgeräten nicht der Erfolg erzielt wird, der für eine berufliche Rehabilitation des Patienten erforderlich ist. Die inneren Haarzellen müssen wie für eine Versorgung mit einem gewöhnlichen Hörgerät weitgehend intakt sein. Zudem muss in den meisten Fällen das Mittelohr eine normale Funktion haben. Der Hörverlust sollte dem jeweiligen Indikationsbereich des Implantates entsprechen. Meist müssen weitere Faktoren erfüllt sein, die der genauen Evaluation bedürfen.<br /><br /><br /> Risiko der Operation: Wie bei jeder anderen Operation besteht das Risiko einer Anasthäsie-Komplikation (z. B. Kreislaufprobleme) und Risiko einer Infektion. Ein bei der Operation auftretendes Risiko ist eine Läsion der Chorda tympani, was sich in Geschmacksstörungen äußert.<br /><br /><br /> Kosten: Die Kosten eines implantierbaren Hörgeräts betragen derzeit (Juli 2006) mindestens das dreifache eines gewöhnlichen Hörgeräts.<br /><br /><br /> Erfolge: Ein Teil der guten Rehabilitationserfolge implantierbarer Hörgeräte geht sicher darauf zurück, dass ein implantiertes Hörgerät im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Hörgerät stets getragen wird, dabei meistens auch angeschaltet ist, so dass der Patient das Hören mit dem Hörgerät trainiert. Im Gegensatz dazu werden von den gewöhnlichen Hörgeräten nur etwa die Hälfte tatsächlich benutzt, und dann meistens auch nur für wenige Stunden am Tag.<br /><br />Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Implantierbares_Hörgerät"]]></description>
            <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php?id=21]]></link>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Vierbein]]></title>
            <category><![CDATA[Gehhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Ein Vierbein ist eine Gehhilfe für ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen. Das Vierbein hat durch eine vergrößerte Standfläche gegenüber herkömmlichen Gehstöcken den Vorteil, dass Gehbehinderte durch seine Verwendung in der Lage sind, eigenständig frei im Raum stehen zu können sowie leichter Treppen zu steigen.<br /><br />Das Vierbein wird paarweise benutzt. An der Oberseite befindet sich ein Handgriff, an der Unterseite eines jeden Beines ist ein etwa 2 cm dicker Gummifuß angebracht, der ein Rutschen auf nassem Untergrund verhindern soll. Für den Wintereinsatz können statt der Gummifüße Ersatzstopfen mit Metallspitzen angebracht werden, die ähnlich wie Spikes für einen sicheren Halt auch auf vereisten Oberflächen sorgen.<br /><br /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vierbein">http://de.wikipedia.org/wiki/Vierbein</a>]]></description>
            <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php?id=20]]></link>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Urinflasche]]></title>
            <category><![CDATA[Inkontinenzhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Eine Urinflasche ist ein in Krankenhäusern, der Langzeitpflege (z. B. Pflegeheim) und bei Rettungsdiensten verwendetes Gefäß, um den Urin eines Patienten aufzufangen. Eine Urinflasche ist zunächst für das männliche Glied konstruiert. Für Frauen gibt es anatomisch angepasste Formen, die unter der Bezeichnung Urin-Schiffchen, Ente verwendet werden.<br /><br />Im Krankenhaus: Im Krankenhaus wird die Urinflasche meist bei bettlägerigen Patienten eingesetzt, die nicht aus eigener Kraft zur Toilette gehen können. Jedoch ist sie nur als Übergangslösung zu sehen (z. B. Patienten, die durch eine Operation vorübergehend geschwächt sind). Kann ein Patient längere Zeit nicht aus eigener Kraft zur Toilette gehen, wurde früher überlegt, einen Blasenkatheter z. B. bei Inkontinenz als Pflegekatheter zu setzen. Dies ist inzwischen wegen des hohen Infektionsrisikos obsolet und durch andere Hygienartikel ersetzt worden.<br /><br /><br /> Im Rettungsdienst: Im Rettungsdienst ist die Urinflasche als Notfallinstrument anzusehen, da prinzipiell immer darauf geachtet werden sollte, dass Patienten vor einem längeren Transport noch zur Toilette gehen konnten. Besonders bei längeren Verlegungsfahrten kann der Einsatz einer Urinflasche notwendig werden.<br /><br /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Urinflasche">http://de.wikipedia.org/wiki/Urinflasche</a>]]></description>
            <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php?id=19]]></link>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Urinbeutel]]></title>
            <category><![CDATA[Inkontinenzhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Beim Urinbeutel handelt es sich um einen Sammelbehälter für Urin. Je nach Anforderung werden unterschiedliche Größen und Formen angeboten.<br /><br />Inhaltsverzeichnis <br />1. Anforderungen <br />2. Arten von Urinbeuteln <br />2.1. Beinbeutel <br />2.2. Bettbeutel <br />2.3. Hüftbeutel <br />3. Anwendung<br />1. Anforderungen<br />Unsterile Beinbeutel werden überwiegend zusammen mit Kondom-Urinalen verwendet, da hierbei keine sterilen Bein- bzw. Bettbeutel zwingend notwendig sind.<br />Die sterilen Beinbeutel werden zusammen mit Dauerkathetern verwendet, um das Infektionsrisiko möglichst zu minimieren. Besonders für Langzeit-Dauerkatheterträger gibt es auch Beinbeutel, die mit einer Tropfkammer versehen sind. Diese können bis zu 14 Tagen verwendet werden.<br />Die Bettbeutel ohne Tropfkammer werden in Verbindung mit einem Dauerkatheter oder einem Kondom-Urinal verwendet. Da bei einem Bettbeutel ohne Tropfkammer das Risiko einer Infektion größer ist, werden diese Bettbeutel nur maximal drei Tage verwendet. Die sterilen Bettbeutel werden zusammen mit Dauerkathetern verwendet, um das Infektionsrisiko durch die Übertragung von Erregern möglichst zu minimieren. Für die Langzeit-Dauerkatheterträger, die nicht mobil sind, müssen Bettbeutel verwendet werden, die mit einer Tropfkammer versehen sind. Diese können bis zu 14 Tagen verwendet werden.<br />Die Hüftbeutel werden steril verpackt geliefert und können bis zu 14 Tage getragen werden. Zur Nachtversorgung kann am Ablassventil ein Bettbeutel mithilfe eines Adapters angeschlossen werden, so dass der Dauerkatheter nicht vom Hüftbeutel getrennt werden muss.<br />Spezielle Urinbeutel verfügen auch über eine Messkammer, um die abgegebene Urinmenge in einer bestimmten Zeit zu erfassen. Überwiegend werden solche Urinbeutel als Bettbeutel hergestellt.<br />Generell sollte für die Langzeit-Dauerkatheterträger ein geschlossenes System mit Tropfkammer verwendet werden, damit das Infektionsrisiko auf ein Minimum redziert wird. Diese Systeme müssen zur Entleerung nicht vom Katheter getrennt werden, so dass keine Keimeinschleppung über die Verbindungsstelle Katheter - Ablaufsystem möglich ist.<br /><br /><br />2. Arten von Urinbeuteln<br />Mono-Flo® Bettbeutel zur LangzeitversorgungDie Urinbeutel werden in unterschiedlichen Größen und Bauarten angeboten, damit sie den verschiedenen Ansprüchen des Anwenders gerecht werden. Ebenso werden spezielle Urinbeutel für Kinder angeboten.<br /><br />2.1. Beinbeutel<br />Beinbeutel werden in Verbindung mit einem Dauerkatheter oder einem Kondom-Urinal verwendet und von mobilen Patienten zur Tagesversorgung verwendet. Je nach Tragedauer und Anwendungsart werden unterschiedliche Ausführungen angeboten. Für die Kurzzeitanwendung bis 24 Stunden werden Beinbeutel ohne Vliesbeschichtung verwendet, während für längere Tragezeiten bis zu drei Tagen die Beinbeutel mit einer Vliesbeschichtung verwendet werden. Besondere Beinbeutel aus hochwertigen Materialien und mit einer Tropfkammer können auch bis zu 14 Tagen verwendet werden, bevor sie erneuert werden müssen. Speziell für Rollstuhlfahrer gibt es Beinbeutel, die an die Anatomie des sitzenden Patienten angepasst sind.<br />Die Beinbeutel haben mindestens ein Fassungsvermögen von 300 ml (Kinder) bzw. 500 ml (Erwachsene), bestehen aus einem hautfreundlichen Material, der Verbindungsschlauch mit Konus ist passend für Dauerkatheter und Kondom-Urinale. Das Ablaufventil sollte leicht zu bedienen sein, ebenso soll eine Maßeinteilung in ccm oder ml zur Kontrolle der abgegebenen Urinmenge am Beutel vorhanden sein. Für die Beinbeutel soll ein hautfreundliches latexfreies Material verwendet werden.<br /><br />2.2. Bettbeutel<br />Bettbeutel mit Tropfkammer werden in Verbindung mit einem Dauerkatheter oder einem Kondom-Urinal verwendet. Da bei einem Bettbeutel mit Tropfkammer das Risiko einer Infektion sehr gering ist, können diese Bettbeutel bis zu 14 Tage verwendet werden. Die unsterilen Bettbeutel werden überwiegend zusammen mit Kondom-Urinalen verwendet, da hierbei keine sterilen Bettbeutel zwingend notwendig sind.<br />Die Bettbeutel haben ein Fassungsvermögen von mindestens 1500 ml, der Verbindungsschlauch mit Konus ist passend für Dauerkatheter und Kondom-Urinale. Am Bettbeutel sollen sich Aufhänge- bzw. Fixiervorrichtungen (Ösen, Löcher, o.ä. ) befinden, das Ablaufventil sollte leicht zu bedienen sein, ebenso soll eine Maßeinteilung in ccm oder ml zur Kontrolle der abgegebenen Urinmenge am Beutel vorhanden sein.<br /><br />2.3. Hüftbeutel<br />Die Hüftbeutel werden in Verbindung mit einem Dauerkatheter verwendet. Die neuartige Konstruktion ermöglicht es dem Träger, den Beutel mit einem speziellem Gurt direkt auf Höhe der Blase an der Hüfte zu tragen. Dadurch ist eine sehr diskrete Versorgung möglich, da der Katheterträger im Sommer auch eine kurze Hose tragen kann, ohne dass der Urinbeutel sichtbar ist. Die Hüftbeutel werden steril verpackt geliefert und können bis zu 14 Tage getragen werden. Zur Nachtversorgung kann am Ablassventil ein Bettbeutel mithilfe eines Adapters angeschlossen werden, so dass der Katheter nicht vom Hüftbeutel getrennt werden muss.<br />Die Hüftbeutel haben ein Fassungsvermögen von mindestens 750 ml, das Antirefluxventil mit Kegel zum Anschluss des Dauerkatheters verhindert ein Zurückfließen des Urins in die Blase. Das Ablaufventil sollte leicht zu bedienen sein, ebenso soll eine Maßeinteilung in ccm oder ml zur Kontrolle der abgegebenen Urinmenge am Beutel vorhanden sein. Für die Hüftbeutel soll ein hautfreundliches latexfreies Material verwendet werden.<br /><br /><br />3. Anwendung<br />Urinbeutel verschiedenster Bauart werden fast ausschließlich zusammen mit Kondom-Urinalen oder mit Dauerkathetern verwendet, die sowohl transurethral als auch suprapubisch gelegt werden. In bestimmten Fällen werden Urinbeutel an Einmalkathetern, die im Rahmen des intermittierenden Katheterismus, bei Harnverhaltung oder zur Diagnostik (z.B. Restharnbestimmung) gesetzt wurden, angeschlossen.<br />Urinbeutel zur Langzeitversorgung (geschlossene Systeme) dürfen während ihrer ganzen Anwendungszeit nicht vom Katheter getrennt werden, auch nicht zum Baden des Patienten oder zur Entnahme von frischen Urinproben. Um solche Urinproben zu entnehmen, verfügen diese Systeme am Anschluss zum Katheter über einen eigenen Port.<br /><br /><br />Von: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Urinbeutel">http://de.wikipedia.org/wiki/Urinbeutel</a>]]></description>
            <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php?id=18]]></link>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Darmrohr]]></title>
            <category><![CDATA[Inkontinenzhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Ein Darmrohr ist wie Katheter aufgebaut, nur dass es speziell dafür gedacht ist, durch den After in den Darm eingeführt zu werden. Darmrohre gibt es in verschiedenen Durchmessern aus Kunststoff, Latex oder Silikon. Früher wurden sie aus Metall, Glas oder Rotgummi hergestellt, aber heute praktisch nicht mehr verwendet. Sie dienen dazu, den Darm mit Flüssigkeiten oder auch Gasen zu füllen bzw. zu entleeren, dies geschieht in der Regel aus diagnostischen (untersuchungsbedingten) oder therapeutischen (behandlungsbedingten) Gründen.<br /><br />Inhaltsverzeichnis <br />1. Arten von Darmrohren <br />2. Darmrohrgrößen <br />3. Anwendung<br />1. Arten von Darmrohren<br />Einmal-Darmrohre zum Einlauf <br />Einmal-Ballondarmrohr das z.B. bei Kontrastmitteleinläufen verwendet wird <br />Älteres Ballondarmrohr von RüschJe nach Anforderung werden unterschiedliche Darmrohre verwendet. Früher wurden die Darmrohre häufig aus Rotgummi oder Latex hergestellt, wogegen sie heute aus PVC oder Silikon sind. Spezielle Darmrohre zu diagnostischen Zwecken besitzen häufig zusätzlich einen kleinen Kanal, mit deren Hilfe Gase (z.B. Luft) oder Flüssigkeiten (z.B. Medikamente, Kontrastmittel) in den Darm gebracht werden können.<br />Die Spitze der Darmrohre kann offen oder geschlossen sein, außerdem besitzen sie in der Regel zwei Augen (Öffnungen), die in der Höhe versetzt gegenüber liegen. Darmrohre mit offener Spitze werden normal nur zu diagnostischen Zwecken eingesetzt, um die Spülflüssigkeit weit in den Darm zu bringen. Im Vergleich zu Kathetern sind Einmaldarmrohre weniger flexibel, damit sie besser in den Darm eingeführt und vorgeschoben werden können. Darmrohre mit geschlossener Spitze verursachen dagegen beim Einlaufen der Flüssigkeit einen leichten Druck auf die Darmwand und regen so zusätzlich die Peristaltik des Darmes an. Für diagnostische Zwecke gibt es auch Darmrohre mit einer Olive (Verdickung) an der Spitze, einer zentralen und zwei oder vier seitlichen Öffnungen. Durch die Olive wird das Darmrohr im After besser gehalten und gleitet nicht von selbst heraus. Weiterhin kommen Ballondarmrohre zum Einsatz, die eine aufblasbare Manschette besitzen, dadurch den After von innen her abdichten und ein herausgleiten des Darmrohres verhindern.<br />Normale Darmrohre <br />Einmaldarmrohre werden überwiegend aus PVC angeboten und sind steril verpackt. Sie werden in Durchmessern von Charrière 16 bis 40 und einer Länge von etwa 20 - 40 cm hergestellt. Das Ende der Darmrohre ist Konisch erweitert und häufig farblich gekennzeichnet, wobei der Farbcode des Konus den Durchmesser angibt. Normale Einmaldarmrohre haben eine verschlossene Spitze und zwei seitliche Augen. Für Säuglinge und Kleinkinder können auch Einmalkatheter als Alternative zu Darmrohren verwendet werden. Darmrohre aus Rotgummi werden heute kaum noch eingesetzt, da sie nach der Anwendung wieder gereinigt und sterilisiert werden müssen. <br />Ballondarmrohre <br />Die Ballondarmrohre sind wie die Einmaldarmrohre aufgebaut, nur dass sie eine aufblasbare Manschette besitzen, die im Darm entfaltet werden kann, den After von innen her abdichtet und so das Ballondarmrohr an seinem Platz hält. Der Ballon hat in den meisten Fällen einen Durchmesser von etwa 5 cm und kann im Enddarm ein unangenehmes Stuhldranggefühl auslösen. Einmal-Ballondarmrohre besitzen häufig eine aufblasbare Manschette aus Silikon, welche beim Einführen des Darmrohres eng am Darmrohr anliegt und so eine angenehmere Anwendung für den Patienten bedeutet. Der übliche Durchmesser dieser Darmrohre liegt bei etwa 6 - 12 mm bei einer Länge von etwa 15 - 20 cm. Der Ansatz der Ballondarmrohre ist häufig Konisch nach innen laufend, um direkt mit einem Schlauch verbunden werden zu können. Nur Ballondarmrohre aus Rotgummi besitzen einen sich nach außen hin erweiternden Konus. Ballondarmrohre aus Rotgummi werden heute kaum noch eingesetzt, da sie nach der Anwendung wieder gereinigt und sterilisiert werden müssen. <br />Für besondere Fälle stehen auch sogenannte Doppelballondarmrohre zur Verfügung, welche bei Patienten ihre Anwendung finden, die aufgrund einer Schließmuskelschwäche die einlaufende Flüssigkeit oder die eingeblasene Luft besonders bei Röntgenuntersuchungen nicht so gut halten können. Da die beiden Ballone dieses Darmrohres sehr nahe beieinander liegen, erfolgt dadurch eine zuverlässige Abdichtung des Afters. Das Doppelballondarmrohr wird so im Darm platziert, dass der vordere Ballon durch den After eingeführt wird, während der zweite Ballon sich außerhalb des Schliessmuskels befindet. Wenn nun beide Ballone aufgeblasen werden, dann pressen sie fest von innen und von außen gegen den Schliessmuskel und dichten ihn so sicher ab. Die Doppelballondarmrohre werden sowohl als Einmalprodukt als auch zur Mehrfachverwendung angeboten, wobei das Einmalprodukt häufiger zum Einsatz kommt. <br />Rektalkatheter <br />Eine besondere Form der Darmrohre stellen die Rektalkatheter dar, die bei der Irrigation eingesetzt werden. Sie werden in Durchmessern von etwa Charrière 20 und einer Länge von etwa 40 cm hergestellt. Das Ende dieser Darmrohre besitzt einen Luer-Lock Anschluß, welcher mit dem Zuleitungsschlauch des Irrigationsgerätes verbunden wird. Die Rektalkatheter haben eine offene Spitze und zwei seitliche Augen. Auf dem Rektalkatheter befindet sich ein Kegel der verschiebbar ist und mit der Hand gegen den After gedrückt wird, nachden der Rektalkatheter etwa 5 - 15 cm weit in den Darm eingeführt wurde. Der Kegel sorgt dann durch den Anpressdruck für eine sichere Abdichtung des Afters während der Irrigation. <br /><br /><br />2. Darmrohrgrößen<br />Die Darmrohre werden in unterschiedlichen Größen von Charrière 16 - 40 und in Längen von 20 - 40 cm angeboten. Die Darmrohre sind durch einen Farbcode oder durch den Aufdruck der Größe gekennzeichnet. Für diagnostische Zwecke wie z.B. einem Colon-Kontrasteinlauf werden meistens kurze und großlumige Darmrohre verwendet, während zur Darmreinigung die längeren Darmrohre zum Einsatz kommen.<br />Häufig verwendete Längen: <br />Darmrohre für Männer/Frauen: 30 - 40 cm <br />Darmrohre für Kinder: 20 - 30 cm <br />Übliche Größen von Darmrohren: <br />Männer/Frauen: 28 - 40 Charr. <br />Kinder: 16 - 28 Charr. <br />Farbcodes <br />Charr. Farbe Charr. Farbe <br />16 = Orange 28 = Grün <br />18 = Rot 30 = Grau <br />20 = Gelb 32 = Braun <br />22 = Violett 35 = Schwarz <br />25 = Dunkelblau 40 = Türkis <br /><br /><br />3. Anwendung<br />Darmrohre werden hauptsächlich dazu verwendet, um Flüssigkeiten oder Gase in den Darm zu bringen. Die Einmaldarmrohre kommen überwiegend für normale Einläufe z.B. zur Darmentleerung zum Einsatz, während die Ballondarmrohre hauptsächlich zu diagnostischen Zwecken wie z.B. zum Colon-Kontrasteinlauf aber auch bei Stuhlinkontinenz verwendet werden. Zur Verabreichung von Kontrastmitteln oder für rektale Darmspülungen werden großlumige Darmrohre mit mindestens Charrière 32 verwendet, um den Durchfluss der Flüssigkeit nicht zu behindern.<br />Darmrohre können aber auch dazu verwendet werden, um bei starken Blähungen den Darm über ein in den Anus eingelegtes Darmrohr zu entlasten und so zur Ableitung der Blähungen beizutragen. Das Darmrohr bleibt dann für 30 Minuten bis 2 Stunden im Darm liegen, eine längere Verweildauer im Darm kann zu Druckstellen führen.<br />Um das Einführen der Darmrohre für den Patienten so wenig belastend wie möglich zu machen, werden die Darmrohre mit einem Gleitmittel bestrichen. Als Gleitmittel kann ganz normale Vaseline oder auch ein Gleitgel mit einem lokalanästhetischen Zusatz wie Lidocain (z.B. Instillagel®), das ein schmerzloses Einführen des Darmrohres z.B. bei Hämorrhoiden oder Analfissuren gewährleistet. Sind nach dem Einlauf noch endoskopische Untersuchungen geplant, so soll keine Vaseline verwendet werden, statt dessen kann z.B. Endosgel® genommen werden, da die Optik der Instrumente verschmiert werden könnte.<br /><br /><br />Von: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Darmrohr">http://de.wikipedia.org/wiki/Darmrohr</a>]]></description>
            <link><![CDATA[http://web138.sv12.pixelx.de/hilfsmittel_lexikon/index.php?id=17]]></link>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Windel]]></title>
            <category><![CDATA[Inkontinenzhilfen]]></category>
            <description><![CDATA[Die Windel ist ein körpernah eingesetzter Saugkörper zur Aufnahme von Urin und/oder Kot. Windeln gibt es in allen Größen und können daher von Menschen jeden Alters verwendet werden. Die häufigsten Anwender sind allerdings Säuglinge und Kleinkinder, da ihre Fähigkeit zur Kontrolle der Ausscheidungen noch nicht vollständig entwickelt ist. Jedes Baby wird inkontinent geboren und erlangt erst später die Kontinenz. Weiterhin werden diese Produkte in der Altenpflege eingesetzt, da hier häufig eine Schwächung der Bindegewebsmuskulatur oder eine psychische Leistungsschwäche vorliegt und es daher zur Inkontinenz kommt. Aber auch jüngere Patienten können z.B. durch Krankheiten, Unfälle mit Wirbelsäulenverletzungen oder bei Frauen durch eine Schwangerschaft inkontinent werden. Manche Personen verwenden Windeln auch ohne eine körperliche Notwendigkeit, es sind so genannten Windelfetischisten.<br /><br />Inhaltsverzeichnis <br />1. Historisches <br />2. Aufbau <br />2.1. Einwegwindeln <br />2.2. Mehrwegwindeln <br />3. Umweltaspekte <br />4. Anwender <br />5. Wickeltechniken <br />6. Hautpflege <br />7. Psychische Belastung/Verbergen von Windeln<br />1. Historisches<br />Seit dem späten 19. Jahrhundert wurden Gummihosen und Stoffwindeln sowohl bei den Babys als auch bei betroffenen Erwachsenen verwendet. Zu Beginn bestanden die Gummihosen noch aus einem gummierten Stoff, die nach und nach in den 50er Jahren durch Plastik-Windelhosen ersetzt wurden. Die bekanntesten Vertreter dieser "Gummihosen" waren die Mölny® Schwedenhosen für Babys und Kleinkinder und die Septa® Schwedenhosen für größere Kinder und Erwachsene. Diese Wickelmethode wurde durch die Einführung der Höschenwindeln, sei es für Babys oder für Erwachsene, immer mehr verdrängt.<br />Erfunden wurden die Höschenwindeln schon Anfang der 50er Jahre von der US-Amerikanerin Marion Donovan. Nachdem Donovan ihre Erfindung mehreren Papierfabriken erfolglos angeboten hatte, erkannte 1956 der US-Amerikaner Victor Mills die Bedeutung dieser Erfindung, da er zu dieser Zeit gerade Großvater wurde und keine Lust mehr hatte, seinen Enkel umständlich zu wickeln. Er suchte nach einer Lösung ohne Baumwollwindeln und Gummihosen. Mills arbeitete bei Procter & Gamble und erhielt 1957 den Auftrag, sich für die Papiersparte neue Produkte auszudenken. So beauftragte er seine besten Mitarbeiter, eine Höschenwindel zu entwickeln. Nach ersten Produktions- und Anlaufschwierigkeiten kam die Pampers® 1961 auf den amerikanischen Markt, sorgte in Deutschland aber erst ab 1973 für großes Aufsehen. Das Wort Pampers® kommt aus dem englischen "to pamper" und bedeutet soviel wie "verwöhnen", "verhätscheln" oder "verzärteln".<br />Die Höschenwindeln für Erwachsene, auch Inkontinenzslips genannt, kamen bei uns erst etwa 1978 auf den Markt und wurde bei uns unter dem Namen Moltexal Großanwindel® vertrieben. Es war im Prinzip eine Betteinlage mit mehreren Vlieslagen und einer grauen Folie. Sie war ähnlich gefaltet wie die ersten Pampers®. Verschlossen wurde sie mit jeweils einem breiten Klebestreifen an jeder Seite. Den Komfort von elastischen Beinabschlüssen gab es damals noch nicht, die Windel war sehr dünn, die Saugkapazität war im Vergleich zu den heutigen Windeln sehr schlecht, auch von Auslaufsicherheit konnte noch keine Rede sein.<br />Die ersten Höschenwindeln für Erwachsene, die einen für damalige Verhältnisse brauchbaren Rücknässeschutz boten, waren von der Firma Procter & Gamble und wurden unter dem Namen Attends® vertrieben. Die Attends® hatten innen eine Plastikfolie mit trichterförmigen Löchern, die sich als Rücknässeschutz bei Belastung schlossen. Mit der Weiterentwicklung der Höschenwindeln für Babys wurde auch die Qualität der Erwachsenenwindeln immer besser. Dass Windeln um mehr als die Hälfte dünner und leichter wurden, von über 220 Gramm Anfang der 80er Jahre auf heute nur noch etwa 100 Gramm, ist ein Verdienst der Superabsorber. Etwa 1987 wurde der Superabsorber bei den Höschenwindeln für Babys eingeführt und einige Jahre später dann auch in den Erwachsenenwindeln. Das Verblüffende ist, dass trotz der Gewichtsreduktion die Windel immer saugfähiger wurde. Den Forschern gelang dieser Coup, indem sie neben der Saugfähigkeit des Granulats auch dessen Verteilungseigenschaft für die Flüssigkeit optimierten. Ganze 25 Gramm an Superabsorber reichen pro Windel aus, um die schwere "Last" zu halten und selbst unter Druck fast nichts mehr abzugeben.<br />Inspiriert durch die immer mehr auf den Markt drängenden unterschiedlichen Höschenwindeln für Babys, machten auch die Entwicklung bei den Höschenwindeln für Erwachsene weitere Fortschritte. So wird heute eine Vielzahl von unterschiedlichen Inkontinenzprodukten angeboten, passend zur jeweiligen Inkontinenzform und den persönlichen Anforderungen des Träger. Der neuste Schrei auf dem Inkontinenzsektor sind die Trainingshosen oder auch "Pants", "Pullons" genannt. Auch Produkte mit textilähnlicher Außenfolie drängen immer mehr auf den Markt. Dagegen haben sich die Eigenschaften oder das Aussehen der Vorlagen und Einlagen kaum geändert, mit Ausnahme der Absorptionseigenschaften der Produkte.<br />Mit der Einführung der Höschenwindeln, die immer stärker den Markt bei der Baby- und Inkontinenzversorgung beherrschten, ging die Entwicklung der Mehrwegprodukte stetig bergab. Zwar sind die heutigen Mehrwegwindeln vom Schnitt her gesehen mit den modernen Höschenwindeln vergleichbar, aber in punkto Saugfähigkeit und Rücknässung können sie nicht mithalten. Das große Manko der Mehrwegprodukte ist das Fehlen des Superabsorbers, der aus den Höschenwindeln nichtmehr wegzudenken ist. Erst in den letzten Jahren angespornt durch das umweltfreundliche Denken einiger Eltern und Anwender der Inkontinenzprodukte wird von den Herstellern zunehmend wieder mehr Energie in die Entwicklung der Mehrwegprodukte gesteckt. So wurde von einem großen Chemieunternehmen eine Kunstfaser im Prototyp entwickelt, welche die Eigenschaften eines Superabsorbers haben und die aufgenommene Flüssigkeit auch sicher speichern können. Die Entwicklung dieser Kunstfasern geht aber eher schleppend vorwärts, da die Nachfrage an solchen Fasern zur Zeit noch sehr gering ist.<br /><br />2. Aufbau<br />Bei den Windeln wird zwischen Einweg- und Mehrwegwindeln unterschieden, wobei einige Merkmale bei beiden Produkten gleich sind. Die größten Unterschiede im Aufbau finden sich im Saugkörper und bei der Fixierung am Körper.<br /><br />2.1. Einwegwindeln<br />Die Einwegwindeln bestehen aus einem Saugkern aus Zellstoffmaterial, der mit Superabsorber angereichert sein kann und von einem Vlies aus Polyester, seltener auch Zellstoff umhüllt ist. Als Vlies- oder Flockenwindeln wird eine einfache Form der Einwegwindeln bezeichnet, die zusätzlich eine Windelhose erfordern, in die sie eingelegt werden. Meist wird dazu die speziell dafür entwickelte sogennate Schwedenhose verwendet. Bei Einwegwindeln in Slipform wird der Saugkern nach außen durch eine wasserundurchlässige Folie abgedichtet, auf der sich Klebe- oder Klettstreifen zur Fixierung befinden. Für diese Form der Einwegwindeln hat sich der Begriff Höschenwindeln eingebürgert, da sie Windel und Windelhose kombinieren. Außerdem werden heute Einwegwindeln angeboten, die sich wie Unterhosen an- und ausziehen lassen. Diese sind unter den Begriffen wie Easy-up, Pullons, Pants oder Trainers bekannt und werden von praktisch allen Herstellern sowohl im Bereich der Kinder- als auch der Erwachsenenwindeln angeboten.<br />Aber nicht nur Einwegwindeln werden für die Inkontinenzversorgung von Erwachsenen eingesetzt, hier kommen auch "kleinere" Produkte wie etwa Vorlagen und Einlagen zum Einsatz, wenn die Inkontinenz nicht so stark ausgeprägt ist. Sie sind genauso aufgebaut wie die Höschenwindeln, nur dass sie nicht zugeklebt werden können und daher auch nur in Verbindung mit Netzhosen, Fixierhosen oder gelegentlich mit Gummihosen verwendet werden können.<br /><br />2.2. Mehrwegwindeln<br />Mehrwegwindeln sind waschbar und werden in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Die klassischen Stoffwindeln aus Mull- oder Moltontüchern, die mittels Knotung, Sicherheitsnadeln oder Windelhosen (Gummihosen) fixiert werden, sind seit der Einführung der Einwegwindeln fast verschwunden. Die "traditionellen" Windeln sind von modernen Systemen mit Klettverschluss oder Druckknöpfen abgelöst worden. Diese entsprechen in der Handhabung den Einwegwindeln. Die modernen Mehrwegsysteme werden sowohl für Säuglinge und Kleinkinder als auch für Erwachsene in den unterschiedlichsten Variationen angeboten.<br />Moderne Mehrweg-Höschenwindeln unterscheiden sich im technischen Aufbau kaum von den Einwegprodukten, sind aber aufgrund des fehlenden Superabsorbers im Vergleich zu den Einweg-Höschenwindeln deutlich dicker. So bestehen sie auch aus einer wasserundurchlässigen Außenschicht die häufig aus einer wasserdampfdurchlässigen Kunstfaser besteht und mehreren Lagen von hoch saugfähigen Stoffen. Die Innenseite der Mehrweg-Höschenwindeln bestehen oft aus einem Froteestoff mit einer weichen Oberfläche, welche die Feuchtigkeit schnell aufnimmt und in den Saugkern leitet. Das Hauptmanko dieser Mehrwegsysteme ist die zuverlässige Speicherung der Flüssigkeit, was durch das fehlen des Superabsorbers ein echtes Problem darstellt. Daher ist auch die Rücknässung größer, sowie die maximale Saugkapazität geringer als zum Vergleich zu Einwegprodukten. Mit der Entwicklung immer besserer Fasern für Stoffe könnte dieses Manko vielleicht bald beseitigt oder zumindest etwas gemindert werden.<br />Da nicht alle Mehrwegsysteme einen Wäscheschutz in Form einer wasserundurchlässigen Außenschicht besitzen, muss in diesem Fall eine Schutzhose ("Gummihose") darüber getragen werden.<br /><br /><br />3. Umweltaspekte<br />In den USA bereits seit etwa 1940 verbreitet sind Windeldienste, welche die benutzten Windeln zum Waschen abholen und im Tausch frische Windeln aus Baumwolle liefern. Seit 1990 gibt es Windeldienste auch in Deutschland. Die ökologische Vorteilhaftigkeit von Höschenwindeln / Mehrwegwindeln gegen Einwegwindeln ist umstritten, da die jeweilige Ökobilanz stark von den technischen Details z.B. der eigenen Waschmaschine abhängt: Wasserverbrauch, Energieverbrauch, Auslastungsgrad und Waschmittel.<br /><br /><br />4. Anwender<br />Babywindeln werden bei Säuglingen und Kleinkindern verwendet, da sie den Zeitpunkt ihrer Ausscheidungen noch nicht bewusst steuern können und sich diese Fähigkeit erst im Laufe der ersten Lebensjahre entwickelt. In Form von Vorlagen, Einlagen oder Inkontinenzslips werden Windeln auch von älteren Kindern oder bei Erwachsenen eingesetzt, die aufgrund einer Störung im Organ- oder Nervensystem oder durch eine psychische Ursache keine ausreichende Kontrolle über ihre Schließmuskeln besitzen. Ebenso können bestimmte Medikamente und hier vor allem einige Psychopharmaka eine Inkontinenz auslösen bzw. noch weiter verstärken, die dann den Einsatz von Windeln notwendig machen, mehr dazu siehe auch unter dem Thema Inkontinenz.<br />Darüber hinaus werden Erwachsenenwindeln auch von sog. Windelfetischisten getragen. Sie verwenden diese Windeln in der Regel nicht aus medizinischen Gründen, sondern nur Just for Fun oder zur sexuellen Stimmulation.<br /><br /><br />5. Wickeltechniken<br />Windeln welcher Bauart auch immer, werden im Intimbereich angelegt und wie eine normale Unterhose getragen. Generell unterscheidet sich die Anlegetechnik bei Säuglingen und Kleinkindern nur wenig von der Anlegetechnik bei Jugendlichen und Erwachsenen. Die Wickeltechnik bzw. das Anlegen der Windeln hängt von der Bauart und dem Anwender ab, sie hat sich mit der Einführung der Höschenwindeln doch sehr gewandelt, da sie im Vergleich zu Stoffwindeln sehr einfach zu handhaben sind. Eine genaue Anleitung zur Wickeltechnik mit Höschenwindeln ist im Thema Höschenwindeln und dem Abschnitt Anlegetechniken zu finden.<br />Bei Stoffwindeln gibt es eine ganze Reihe von Wickeltechniken die auch von der Art der verwendeten Stoffwindel abhängen. Es gibt sie zwei Bauarten, die quadratisch oder rechteckig zugeschnittenen sind und die Stoffwindeln, die bereits einen anatomische Form mit Beinausschnitt aufweisen. Da die meisten Stoffwindeln keinen Wäscheschutz haben, werden sie zusammen mit Gummihosen verwendet, die sowohl zum knöpfen als auch zum schlupfen angeboten werden. Eine Anleitung zu den verschiedenen Wickeltechniken mit Stoffwindeln befindet sich im Thema Stoffwindel unter dem Abschnitt Anlegetechniken.<br /><br /><br />6. Hautpflege<br />Die Haut von inkontinenten Personen wird durch den ständigen Kontakt mit Urin und auch Stuhl erheblich belastet. Die Folge davon können häufig Hautreizungen sein, das bis hin zu Hauterkrankungen wie Windeldermatitis oder Dekubitus geht. In besonderem Maße ist die Haut von älteren Patienten betroffen, da sie sich nicht mehr so schnell regenerieren kann. Daher wird bei der Betreuung von inkontinenten Menschen eine sorgfältige Hautpflege besonderer Bedeutung beigemessen. Um Hautreizungen oder gar Hauterkrankungen bei den Betroffenen vorzubeugen, kommt neben einem regelmäßigen Wechsel der Inkontinenzhilfsmittel vor allem der sorgfältigen Reinigung und Pflege der Haut eine besondere Bedeutung zu. Dabei sollten nur Reinigungs- und Pflegeprodukte eingesetzt werden, die pH-neutral sind und daher den Säureschutzmantel der Haut nicht zusätzlich angreifen. Es gibt speziell für die Hautreinigung bei inkontinenten Menschen entwickelte Produkte.<br />Moderne Produkte sind alkalifreie und hautneutrale Seifen oder Waschlotionen, die rückfettende Substanzen enthalten und so das Austrocknen der Haut verhindern. Bei einer Stuhlinkontinenz, hat sich zur Reinigung und zum Ablösen der Stuhlreste ein Reinigungsschaum bewährt. Dieser Schaum ist in der Lage, selbst stark verschmutzte Hautpartien schnell und schonend zu reinigen. Nachdem die Haut im Genital- und Analbereich gereinigt und gut abgetrocknet wurde, sollte sie mit speziellen Hautschutzprodukten eingecremt werden, um sie vor äußeren Einflüssen zu bewahren. Weniger gut geeignet sind Melkfett oder Vaseline, welche früher häufig eingesetzt wurden.<br />Nach möglichkeit sollte nicht sofort ein frisches Inkontinenzhilfsmittel angelegt werden, um etwas Frischluft an die Haut kommen zu lassen. Das fördert die Regeneration der Haut und beugt auch Windeldermatitis vor. Der Patient kann dabei je nach Inkontinenzart auch für eine gewisse Zeit auf einer saugfähigen Krankenunterlage sitzen.<br />Mobile Patienten können die Haut auch mit Feuchttüchern wie es sie z.B. von Pampers® gibt, ihre Haut beim wechseln des Inkontinenzhilfsmittels verwenden. Diese Feuchttücher enthalten auch Stoffe, die einen Schutzfilm auf der Haut bilden und so Hautreizungen vorbeugen helfen. Natürlich sollte auch hier nach möglichkeit mindestens einmal am Tag die Haut mit Wasser und pH-neutralen Pflegemitteln gereinigt werden. Der Vorteil für mobile Menschen liegt darin, dass sie diese Feuchttücher zusammen mit ihren Inkontinenzhilfsmitteln sehr leicht transportieren können und trotzdem auf eine gute Hautreinigung nicht verzichten müssen. Übrigens gibt es auch die Reinigungsschäume auch in kleinen handlichen Spraydosen, die in fast jede Tasche passen.<br /><br /><br />7. Psychische Belastung/Verbergen von Windeln<br />Für Erwachsene, Jugendliche und größere Kinder, die aus medizinischen Gründen dazu gezwungen sind, Windeln zu tragen, kann dies eine erhebliche psychische Belastung darstellen. Es entspricht nicht der gesellschaftlichen Norm, dass Personen, die dem Kleinkindalter entwachsen sind, Windeln tragen; die meisten Menschen reagieren hierauf mehr oder weniger irritiert. Daher sind Personen, die zum Tragen von Windeln gezwungen sind, im Allgemeinen peinlichst darauf bedacht, diese Tatsache vor ihren Mitmenschen zu verbergen und meiden häufig auch den sozialen Kontakt zu anderen Mitmenschen wenn es sich vermeiden lässt.<br />Da Windeln erheblich dicker sind als normale Unterwäsche, tragen sie entsprechend auf; dies macht sich vor allem im Gesäßbereich bemerkbar. Enge Kleidung und solche aus dünnem Stoff sollte daher vermieden werden. Weiterhin umschließen Windeln den Unterleib in der Regel relativ weit, häufig bis zum Bauchnabel. Daher kann es vorkommen, dass die Windel aus normalen Hosen und Röcken oben herausschaut - vor allem beim Bücken. Abhilfe schaffen entsprechend lange Oberteile, lange Unterhemden, Bodys oder das Tragen von Kleidern oder Latzhosen. Dank dem technischen Fortschritt sind aber moderne Einwegwindeln und Vorlagen heute schon relativ dünn geworden, dass sie kaum nocht unter normaler Tageskleidung auffallen.<br />Eine weitere psychische Belastung ist die ständige Angst, dass die Windel ihren Inhalt nicht komplett aufnehmen und auslaufen könnte, so dass sich dunkle Flecken auf der Kleidung zeigen. Weiterhin wird häufig befürchtet, dass sich die Windel geruchlich bemerkbar macht. Bei modernen Windeln ist die Gefahr des Auslaufens allerdings gering; Voraussetzung ist jedoch, dass das Hilfsmittel optimal an die jeweilige Inkontinenzform angepasst wurde und das Produkt richtig angelegt wird. Auch Geruch tritt zumindest bei Harninkontinenz praktisch nicht mehr auf, da im Absorber heute Stoffe enthalten sind, die Bakterienwachstum – und somit auch die Entstehung von Ammoniak – mehrere Stunden lang unterbinden. Aus Angst vor dem Auslaufen der Windel und der Geruchsbelästigung werden teilweise zusätzlich Plastikhosen (so genannte "Gummihosen") über die Windel gezogen. Dies mindert zwar die Gefahr, ist jedoch in den meisten Fällen unnötig und macht das Tragen der Windel unkomfortabler und auffälliger. Wenn die Angst entsprechend groß ist, kann das Tragen einer Plastikhose aus psychologischen Gründen dennoch sinnvoll sein.<br />Einwegwindeln bestehen außen aus Kunststofffolie. Beim Laufen kann eine Windel daher vernehmbar rascheln, was ihre Gegenwart vor allem in Umgebungen mit wenigen Nebengeräuschen (zum Beispiel Museen) verraten kann. Vermindert wird das Rascheln durch das Tragen von Windeln in der richtigen Größe sowie durch zusätzliches Tragen eng anliegender Unterwäsche wie Strumpfhosen und/oder Bodys. Allzu enge Unterwäsche kann allerdings das Saugvermögen der Windel erheblich vermindern.<br />Trotz dieser Maßnahmen sind Personen, die Windeln tragen müssen, in ihrer Lebensqualität mehr oder weniger beeinträchtigt. Auf Sport, bei dem das Umziehen in öffentlichen Umkleiden erfolgt, wird aus Scham zumeist verzichtet, ebenfalls auf das Schwimmen in öffentlichen Frei- und Hallenbädern. Kinder trauen sich oft nicht herumzutoben, da sie befürchten, dass dabei die Windel sichtbar wird, auch Sport- und Schwimmunterricht sowie Klassenfahrten sind häufig ein Problem. Jugendliche und Erwachsene haben es oft erheblich schwerer, einen Partner zu finden, da erstens die eigene Scham die Inkontinenz zuzugeben vorhanden ist und zweitens der Partner oft aus Ekel und/oder Unwissenheit solche Personen ablehnt.<br /><br /><br />Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Windel"]]></description>
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